Was geschah kürzlich ?  IfC-KURZBERICHT

 2018


Vom 13. bis 18. Mai 2018 fand in Riva del Garda (Italien) das 42. Internationale Symposium über Kapillar-Chromatographie mit über 700 Teilnehmen aus  vielen Ländern global statt. Genaues dazu: email an iscc@chromaleont.it. Wie Sie vielleicht nicht wissen - weil es schon so lange her ist - ist die Symposiums-Serie 1975 in Hindelang gestartet worden, wo die explosiv  größer werdenden Treffen vier mal stattfanden - bis dann der Ort und seine Hotels zu klein waren. Der Autor dieser SITE hat die Capillary Chromatography Symposien gestartet, weil ein sehr hohes Maß an Erfahrungsaustausch zwischen den Analytikern und mit den Instrumentenherstellern gefragt war.

Die Mutter der Chromatographie, Prof. Dr. Erika Cremer - Innsbruck, hatte  (anders, als man das in teils gefakten Geschichtsberichten liest) das erste quantitative Gas-Chromatogramm noch vor dem Ende des zweiten Weltkrieges verwirklicht. Nach dem Kriegsende war die Informationswelt in OST / WEST gespalten und die Wissenschaftssprache Deutsch hatte auch keinen Glanz mehr. Also wussten die “West-Chromatographeure” nichts von den östlichen und umgekehrt, obwohl von 1948 an nahezu täglich Wichtiges entwickelt und verwirklicht wurde, auch besonders nach Marcel Golays Erfindung und der von D.H.Desty-ICI für die Öl-Industrie brauchbar gemachten Kapillar-Chromatographie. Übrigens wurde 1946 auch die Planar-Chromatographie erfunden - von Izmailov und Shraiber - die der Autor dieser Site (zunächst von den Vorlesungsassistenten verboten) illegal bei der anorganischen Analytik ab 1948 anwendete, und 1950 auf größere organische Verbindungsreihen als  Reversed-Phase Circular-Planar-Chromatograpie anwendete. Er wollte das später selbst nicht glauben, denn das alles wurde ja viel später im englischen Sprachbereich erfunden. Nur wenn die Circular-Chromatogramme in seiner Dissertation standen, musste wieder geglaubt werden. Weil relativ viele wichtige Entwicklungen in der Chromatographie besonders in den Sechziger Jahren starteten und das West/Ost Informationsdilemma nur den Wenigen bekannt war, die von Ost nach West reisen durften, hatte der Autor dieser SITE mit besonderer Unterstützung durch die Mutter der Chromatographie 1968 die CHROMATOGRAPHIA gestartet. Sein Verleger nahm gern die qualifizierten Beiträge für die ersten zwei Hefte und die ganze Gruppe der inzwischen “überredeten” Editoren auf einem silbernen  Tablett  unmittelbar in die Hand und startete die Produktion. Die Chromatographia erreichte somit 2018 das Fünfzigste Jahr. Siehe die letzte Seite jeden Heftes. Die heutigen Editoren wissen das auch nicht, kann man in dem ersten fünfzigsten Jahresheft lesen, aber woher auch. Nur selten erlebt ein Gründer das Fünfzigste. In Google unter “ rudolf e. kaiser “ hätten sie es aber entdeckt.

Also publizieren Sie mal was Wichtiges auch zur HPTLC, denn die ist der HPLC fundamental überlegen, nicht nur wenn es um die sichere Erkennung einer stofflichen Fälschung geht, wenn man die Probe-in-Probe Vergleichsanalyse macht. Die wäre erheblich intensiver nötig, wenn die jetzt 90% hohe Fälschungsrate bei der Internet-Medizin nicht noch weiter steigen sollte. Was wegen des Unsinns der Vorschriften zur Methodenregulierung in der stofflichen Analytik ein schlimmer auch politischer systematischer Fehler ist. (Beachte: wenn irgendwo ein systematischer Fehler vorliegt, gilt  ein weiteres Naturgesetz: Egal, was man denkt, tut oder lässt,  wenn hinter einer Sache ein systematischer Fehler liegt, ist alles Denken, Tun oder Lassen falsch. Es ist der Unsinn über Regulierung und Überregulierung in der stofflichen Analytik die Ursache dafür, dass es kaum noch voll ausgebildete Analytiker gibt und so auch der größte globale Chemiebetrieb heute händeringend welche sucht. Dort anrufen, wenn Sie als Analytiker derzeit frei sind und noch können. Die HPTLC ist der HPLC grundsätzlich überlegen, weil sie die Probenbestandteile nicht in den Abfluss spült, sondern weil ohne Probennahme-und-Probegabenfehler Probenlösemittel entfernt werden (können), weitere Folgetrennungen erlaubt sind (natürlich mit MS, wenn das Richtige genommen wird) und weil sie durchaus die Trennzahl 50 wie bei der Standard-HPLC erreicht, sofern man zweiseitig fokussiert und probengerecht trocknet - trocknet - trocknet. Well das klingt nach Arbeit. Wir warten auf den HPTLC Roboter. Vielleicht ist das dann ein Schweizer. Unter Umständen kann der circular UND linear arbeiten.

Was war besonders wichtig im 42.  Riva-del-Garda  ISC 2018 ?

1.

Milton  L. Lee et al, Brigham Young University, Provo UT, USA

Novel Column Technologies for Portable Capillary Chromatography.

Hauptthema auch in der Discussion dazu: wir müssen endlich zu (viel) kleineren Instrumenten kommen, auch mit Batteriebetrieb, wie das schon seit vielen (> 40) Jahren gefordert wird, weil Analytik vor Ort wichtig und unter Umständen unersetzbar ist, will man die entscheidenden Daten nicht nur aus der stofflichen Umwelt wenigstens fehlerarm und vor allem RICHTIG und rechtzeitig in den Griff bekommen. Es geht dabei nicht um weitere Publikationen sondern um lebenswichtige Problemlösungen mit problemgerechten - also NICHT regulierten - Methoden.

und

2.

in der Geräteausstellung entdeckte man die HYPER FAST GC

Analysis in seconds with the new HyperChrom GC.

Sie sollten kontaktieren

HyperChrom SA, 21 Avenue de la Faiencerie, 1511 Luxembourg,

enquiries@hyperchrom.com Phone +352 264 740 406, www.hyperchrom.com 

Ein Blick auf die Chromatogramme und Sie verstehen, dass hier ein unglaublicher technischer Durchbruch vorliegt. Sie wollen den Autor dieser SITE fragen, ob er das nicht überschätzt ? Einfach:. email rudolf.kaiser@t-online.de


 

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